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Topfavorit ohne Niederlage an der Spitze

Überraschungsteam Blau-Weiß Görlsdorf schärfster Verfolger

 

Die als klarer Favorit in die Saison gestartete Landesklassen-Reserve der TSG Lübbenau 63 führt zur Winterpause die 1. Kreisklasse klar an. Die Truppe, die im vergangenen Jahr nur knapp in der Relegation an Blau-Weiß Vetschau II den Sprung in die Kreisliga geschafft hat, ist auf dem besten Wege den Aufstieg in dieser Spielzeit zu realisieren. Vorrausetzung ist jedoch, das die erste Mannschaft der TSG nicht in die Kreisliga absteigt. Zwei Mannschaften des gleichen Vereins in einer Ligalassen die Statuten nicht zu. Ohne Niederlage ziert das Team mit fünf Punkten Vorsprung die Tabellenspitze der 1. Kreisklasse. Als schärfster Verfolger hat sich im bisherigen Saisonverlauf Blau-Weiß Görlsdorf herauskristallisiert. Ging der Start noch daneben, mit zwei Niederlagen aus drei Partien, so blieb die letzte Schlappe in Lübbenau beim Primus mit 2:3 die Letzte der Blau-Weißen. 16 Zähler aus acht Partien brachten zur Winterpause den zweiten Rang. Nur einen Punkt dahinter rangiert Alemannia Altdöbern auf dem dritten Rang gefolgt von der Kreisliga-Reserve des FSV Groß Leuthen/Gröditsch und dem SV Wudritz Ragow. Ein Aufstieg des FSV Groß Leuthen/Gröditsch könnte ohnehin nur klappen, wenn die Erste Kreisligameister wird und aufsteigt. Überraschend abgeschlagenes Schlusslicht in der 1. Kreisklasse ist der Kreisliga-Absteiger Rot-Weiß Wormlage, dem zum rettenden Ufer bereits sechs Punkte fehlen. Dass erfolgreich Fußball zu spielen mit Fair Play Hand in Hand gehen kann, zeigt ein Blick auf die Fair Play Wertung. Auch dort führt die TSG-Reserve vor Blau-Weiß Görlsdorf. Und auch dort liegen die SG Jamlitz und Rot-Weiß Wormlage auf den beiden letzten Plätzen. Lübbenau handelte sich in 15 Begegnungen gerade 13 gelbe Karten ein (26 Punkte), anders als in der vergangenen Hinserie, als zum Winter der letzte Platz mit 67 Punkten stand. Blau-Weiß Görlsdorf ist im Fair Play ebenfalls Zweiter und sah lediglich sechs gelbe Kartons mehr (38) knapp vor der Kreisliga-Reserve von Rot-Weiß Luckau (17 Gelbe eine Gelb/Rote, 39). 1885 Golßen II und die SG Jamlitz sind punktgleich Vorletzte (76), wobei bei der SG Jamlitz ein Nichtantritt mit 20 Punkten zu Buche schlug. Klar letzter ist auch hier Rot-Weiß Wormlage mit 21-Mal Gelb, und jeweils drei Ampelkarten und drei roten Karten (87). 324 Karten zeigten den Schiedsrichter insgesamt vor Weihnachten. Damit übertrafen die Fußballer der 1. Kreisklasse das Ergebnis der vergangenen Saison um 22 Karten. Die unfairsten Spieler der 1. Kreisklasse waren Christian Schorten (Alemannia Altdöbern) und Sebastian Korb (1885 Golßen), die jeweils vier gelbe und eine rote Karte erhielten. Fairste Akteure der 1. Kreisklasse waren Andreas Jurischka und David Philipp (beide Boblitz), Marcus Schlichting und Nico Walter (beide Golßen), Jens Hannuschke (Niewitz), Stefan Pätzold (Wudritz Ragow) und Florian Richter (Lieberose), die alle 15 Spiele ihrer Mannschaft bestritten haben ohne eine Karte gesehen zu haben. Die unfairste Begegnung fand in Görlsdorf statt, als Schiedsrichter Reinhard Knöfel beim Spiel gegen Wormlage vier gelbe Karten, eine Ampelkarte und zwei rote Karten zückte. 36 (Vorjahr 42)Schiedsrichter pfiffen die 105 Spiele. Die häufigsten Ansetzungen hatte Michael Klose (Lübbenau), der 7 Spiele leitete. Sechsmal waren Friedhelm Wegner (Missen), Detlef Tirpitz (Lübben), Heiko Jakopaschk (Pieskow) und Rico Grasme (Lübbenau) im Einsatz.

382 Spieler (Vorjahr 385) wurden von den Vereinen benötigt. Dabei nahmen 21 Kicker an jedem Spiel ihrer Mannschaft teil. Allein fünf Akteure der SG Boblitz versäumten keine Partie ihrer Mannschaft. Die meisten Spieler liefen für den Spitzenreiter TSG Lübbenau II auf (38), mit den wenigsten kamen Schwarz-Gelb Boblitz und der SV Wudritz Ragow aus (je 20).

520 Tore erzielten die 14 Mannschaften in 105 Partien. Das waren durchschnittlich 4,95 Tore (Vorjahr 4,55) je Begegnung. Am besten getroffen hatte Jan Niechciol (Blau-Weiß Görlsdorf), der 20-Mal hinlangte. Ein Tor weniger schoss Florian Franke (Alemannia Altdöbern, 19). Die weitere Reihenfolge der Torschützen: Michael Ulbrich (Blau-Weiß Lieberose, 17), Mario Metzgen (Grün-Weiß Schlepzig, 14) sowie Martin Fialkowske (Blau-Weiß Görlsdorf, 12). Zu den Spielen der 1. Kreisklasse pilgerten insgesamt 5262 Besucher (Vorjahr (5517). Das waren im Durchschnitt 50,22 (Vorjahr 53,47). In der Zuschauergunst liegt der Spitzenreiter auf dem vorletzten Platz. Lediglich 31 Besucher wollten die Spiele der TSG II im Durchschnitt sehen. Vier Besucher weniger kamen zu den Partien der Luckauer Reserve (27). Den besten Zuspruch hatte hier der Zweite, Blau-Weiß Görlsdorf (90), vor dem Dritten, Alemannia Altdöbern (84).

Die 1. Kreisklasse beginnt am 14. März mit den Punktspielen. Dann stehen noch 13 Spieltage an, bevor am 13. Juni die Saison 2009/2010 schon wieder Geschichte ist.

 

von Stephan Teske